Energiewende vor Ort

– Gütersloher Beispiele

Im Rahmen der Gütersloher Energieaktionstage, die vom städtischen Umweltamt, dem KlimaTisch und ehrenamtlichen Mitstreitern durchgeführt werden,  sollen gute Beispiele zur Energiewende in der Region vorgezeigt werden. Eines der Beispiele kann am Samstag, den 10. Dezember 2016 ab 14 Uhr in der Bruder-Konrad-Straße 49 in 33334 Gütersloh besichtigt werden. Anmeldungen für den Termin nehmen Andrea Flötotto bzw. Bernd Schüre vom Umweltamt, Tel. 05241-822250 bzw. 822089 entgegen.

hausDas Gebäude wurde bis auf Keller und Treppenhaus in der Holzrahmen-Bauweise gebaut, mit fast ausschließlich  Zellulose und Holzweichfaserplatten als Dämmstoffmaterial. Das Haus mit gewerblicher Nutzung und vier Wohnungen ist im Passivhaus-Standard errichtet worden (15 kWh pro qm pro Jahr). Die geringe Restwärmeversorgung für die Heizung und Warmwasser erfolgt über eine Luft-Wärmepumpe. Weiterhin ist das Gebäude mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, deren Wärmerückgewinnungsgrad über 80% liegt. Die kalte Zuluft wird im Winter über einen Solewärmetauscher vorgeheizt. Im Sommer sorgt der Solewärmetauscher für angenehme kühle Temperaturen. Die Stromversorgung für die Wärmepumpen, Lüftungsgeräte, Hausgeräte und Beleuchtung wird größtenteils mit einer Photovoltaikanlage kompensiert. Die Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 30 kWp. Hier ist mit einer Stromproduktion von ca. 24.000 kWh im Jahr zu rechnen. Durch die sehr unterschiedliche Ausrichtung der Module (Dachflächen: Osten und Westen als In-Dachanlage, Carport und Balkon: Süden) ist eine sehr kontinuierliche Tagesproduktion zu erwarten. Überschüssiger Strom wird in einer Batterie mit 40 kWh gespeichert, um dann abgerufen werden zu können, wenn die Photovoltaikanlage keinen Strom erzeugt. Im Winter wird die Batterie mit Strom aus Windenergie bzw. anderen regenerativen Energien geladen (Schwarmbatterie). Insgesamt gesehen erzeugt das Gebäude mehr Energie als es verbraucht.

e_autoWeitere Beispiele zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung sind Gebäudebeleuchtung mit LED, Hausgeräte mit möglichst hoher Stufe in der Energieeffizienz sowie eine Elektrofahrzeug-Nutzung für Hausbesuche durch die im Erdgeschoss realisierte Physiotherapie-Praxis.

Zudem sind die Praxis und die Wohnungen behindertengerecht errichtet worden. Alle Ebenen sind über einen Fahrstuhl zu erreichen. Bäder und WCs sind alle rollstuhlgerecht, Türen extra breit und zum Teil mit elektrischen Antrieben versehen. Im Dachgeschoß kann die Haustechnik und Beleuchtung über eine Sprachsteuerung angesteuert werden.

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