Fallbeispiel 1

… 60 Prozent weniger Heizöl: Statt 2.500 Litern jetzt 1.000 Liter Verbrauch pro Saison

1996 haben Nicole und Diethard Krause ihr 1938 erbautes Haus in Gütersloh gekauft. Es war zunächst vermietet, bevor sie 1999 selbst dort einzogen. Eine neue Ölheizung (Brennwertkessel) und eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung wurden sofort fällig,weil die alte Heizung kaputt ging. Doch der Austausch der Anlage war der jungen Familie nicht genug. Sie wollten ihr Haus vernünftig dämmen. Die Fußbodenkälte sowie die Kälte abstrahlenden Außenwände sollten verschwinden und das Dachgeschoss musste vernünftiggedämmt werden, damit dort Kinderzimmer eingerichtet werden konnten.

Das Ehepaar nahm Kontakt mit Markus Hense auf. Der Ingenieur arbeitete ihnen verschiedene Sanierungsvorschläge aus, die die Anforderungen für das Erhalten öffentlicher Fördermittel erfüllten. “Unser Haus ist doppelwandig gemauert. Den Zwischenraum, die Hohlwand, haben wir mit Perlite füllen lassen. An den Giebelseiten sind die Handwerker dafür ins Dachgeschoss geklettert und haben von innen ‚eingefüllt‘. Anden Traufseiten wurde von außen an mehreren Stellen auf einem ca. 5 cm langen Stück die Fuge entfernt und dann von dort das Dämmmaterial eingeblasen. Weil dafür nicht mal ein Gerüst aufgestellt werden musste, waren die Handwerker nach nur einem Tag fertig”,erinnert sich Diethard Krause.

Das Dach von innen neu gedämmt. Dafür wurde eine Sparrenverdopplung durchgeführt: auf die alten Sparren wurden neue gesetzt. So wurde der Platz für Dämmmaterial vergrößert.

Das Dach von innen neu gedämmt. Dafür wurde eine Sparrenverdopplung durchgeführt: auf die alten Sparren wurden neue gesetzt. So wurde der Platz für Dämmmaterial vergrößert.

Die Dämmung wurde außerdem in den Dielenboden im Erdgeschoss eingeblasen, damit die Kellerdecke vernünftig gedämmt ist. “Dazu wurden in den Holzfußboden pro Gefach der Balkenlage kreisrunde Löcher gebohrt, die dann anschließend mit neuen Holzkreisen verschlossen wurden. Heute ist das kaum mehr zu sehen”, sagt Nicole Krause, die betont, dass sich auch der Trittschall deutlich verbessert habe.

Diese Wand- und Bodendämmung hat sich, genau wie die neuen Fenster, vom ersten Tag an bemerkbar gemacht, schwärmt Diethard Krause. Ihn hat auch fasziniert, wie schnell und sauber diese Arbeiten durchgeführt wurden. “Weil der Fensterbauer kaum Putz ausder Laibung entfernte, musste ich für die Abdichtung der Fenster sogar 2 cm Tapete lösen, damit man überhaupt an die Rahmen kam”, erinnert er sich. Überzeugt hat die Familie auch, wie preisgünstig sie auf diese Weise ihr Haus dämmen konnte. “Wer ein Haus mit Hohlwänden besitzt, dem kann ich nur empfehlen, diese sofort zu dämmen. Bei unserem Haus hat das 3.400 Euro plus MwSt. gekostet.”

Weniger sauber ging es bei der Sanierung des Dachbodens zu. Hier wurden die Sparren von innen aufgedoppelt, neue zusätzliche Dämmung eingebracht und dann der Innenausbau komplett erneuert. Alle Baumaterialien mussten dafür durchs Treppenhaus nach oben getragen werden. Denn die Dachpfannen waren noch in Ordnung und sollten auf dem Dachstuhl liegen bleiben. Außerdem wurden die Heizkörpernischen gedämmt
und zugemauert sowie die Rollladenkästen gedämmt. Nach einer Bauzeit von fünf Monaten war alles fertig. Heute ist die Familie sehr zufrieden mit dem gewonnenen

Durch den grünen Schlauch werden die Perlite in die Hohlwand geblasen. Als Öffnung reicht ein gut 5 cm langer Schlitz in einer Fuge.

Durch den grünen Schlauch werden die Perlite in die Hohlwand geblasen. Als Öffnung reicht ein gut 5 cm langer Schlitz in einer Fuge.

Wohnkomfort und den deutlich niedrigeren Verbräuchen. “Allerdings sollte man auch berücksichtigen”, so Markus Hense, “dass die Bewohner ihr Wohnverhalten in einem so gut gedämmten Haus ändern müssen. Weil es plötzlich dicht ist, muss man sich angewöhnen, gut zu lüften. Nicht nur die Raumluft ist sonst rasch verbraucht,
es steigt die Gefahr zu hoher Luftfeuchtigkeit.” “Vor allem, wenn in der Küche mit dem Dampfgarer gekocht wird oder die Geschirrspülmaschine läuft”, fügt Nicole Krause hinzu. “Gründliches Stoßlüften ist die Lösung”, empfiehlt Markus Hense.

 

 

Übersicht Krause
Baujahr:1938
Wohnfläche:145 m2
Jährlicher Energiebedarf
vor der Sanierung:2.500 l Öl/Jahr
Sanierungsmaßnahmen:• Hohlwanddämmung von 8 cm mit Perlite, WLG 045
• Dachdämmung als Aufsparrendämmung mit zusätzlich 12 cm Mineralwolle (insgesamt jetzt 22 cm)
• Decken in den Zimmern auf 2,64 m abgehängt
• neue Fenster, U-Wert = 1,1 W/qmK
• CO2-Reduzierung von 70 kg/m2 und Jahr
Kosten der Sanierung:22.000 Euro (ohne Heizungs- und Solaranlage, die vorher angeschafft wurden)
Energieeinsparung/
Nebenkostenersparnis
pro Jahr:
60 Prozent

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