Fallbeispiel 2

Sanierung bringt viel mehr Wohn und Lebensqualität

Richtig schmuck sieht der neue Hauseingang aus. Er ist aber nicht nur eine gut gedämmte Schleuse nach drinnen oder draußen. Der komplett neue Anbau bietet auch in puncto Lebensqualität viele Vorteile.

Bärbel Schröder war unzufrieden, denn in jedem Winter fror sie, obwohl die Heizung lief. “Ich habe eigentlich immer mit einer Decke um die Schultern im Wohnzimmer gesessen”, erinnert sie sich. Die Heizkostenrechnung war mit zum Schluss 250 Euro im Monat dennoch beträchtlich hoch. Der Energieverbrauch lag für 103 m2 Wohnfläche bei 46.000 kWh.

Und als feststand, dass die 20 Jahre alte Heizung erneuert werden musste, holte sie sich Planungsberatung ins Haus. Walter Rolf führte als Energieberater bei Bärbel Schröder eine Beratung durch. Nach einem Rundgang fand er gleich mehrere Ansatzpunkte. Die alte Gasheizung sollte durch eine moderne Brennwerttherme und neue Leitungen mit zeitgemäßer Dämmung ersetzt werden, die Warmwasserbereitung durch eine Solaranlage unterstützt werden, die 60 bis 70 Prozent der Warmwasserbereitung mit Sonnenenergie schafft.

Heizungsraum mit Warmwasserspeicher und Gas-Brennwerttherme

Diese Arbeiten an der Außenhaut des Hauses zogen allerdings nach sich, dass der Dachüberstand und die Regenrinnen verlängert werden musste. Auch neue Fensterbänke waren nötig. Und weil in die Rollladenkästen nicht genug Dämmung passte, kamen auch noch neue Rollläden hinzu. Rolf weiter: “Dass Frau Schröder zusätzlich die Kellerdecke dämmen ließ und sich im Zuge einer neuen Eingangsgestaltung für eine gut gedämmte Haustür mit entsprechenden Dichtungen gegen ungewollte Lüftungswärmeverluste entschlossen hat, rundet das Sanierungsprogramm perfekt ab. Für uns Berater ist es natürlich befriedigend zu sehen, wenn ein Kunde alle ihm empfohlenen Maßnahmen umsetzt und das Maximum an Energie einzusparen bereit ist.”

An der Traufseite des Hauses ist die Dämmung praktisch nicht zu erkennen.

Bärbel Schröder, die während aller Umbauarbeiten weiter in ihren eigenen vier Wänden wohnen blieb, hat die sechsmonatige Bauzeit, um viele Erlebnisse reicher, glücklich hinter sich gebracht. In ihrem Alter einen KfW-Kredit aufzunehmen, hat sie nicht belastet. “Was ich früher für die Heizkosten bezahlt habe, zahle ich jetzt an Zinsen”, sagt sie und lacht. Ihr Energieverbrauch liegt bei etwa 17.000 kWh, jährlich spart sie nun gut 1.800 Euro an Heizkosten ein. “Es geht ja nicht nur um die Amortisation der rund 70.000 Euro, die ich
inklusive des vergrößerten neuen Eingangs investiert habe. Es geht auch um ein ‚besseres Wohnen’ in meinem Haus. Ich spare viel Energie ein und ich friere wirklich nicht mehr. Ich habe an die Zukunft gedacht und mir auch einen Handlauf am neuen Hauseingang anbringen lassen. Ich werde doch nicht jünger”, sagt sie verschmitzt.

 

Übersicht Schröder
Baujahr:1963
Haustyp:eingeschossiger Bungalow mit Satteldach
Wohnfläche:103 m²
A/V-Verhältnis:1,04
Jährlicher Energiebedarf
Vor der Sanierung:46.000 kWh
Sanierungsmaßnahmen• Außenwanddämmung mit 14 cm Dämmung, WLG 035
• Dämmung der Rollladenkästen mit 4 cm Polystyrol, neue Rollläden
• Dämmung der Kellerdecke mit 6 cm, WLG 025
• neue Heizkörper
• neue Gasbrennwerttherme (18 kW) mit 300 Liter-Pufferspeicher mit solarer Brauchwassererwärmung
Kosten mit Nebenkosten (Verlängerung der Dachüberstände, Regenrinnen, inklusive Neugestaltung des Eingangsbereichs mit Vorbau, neuer Haustür und neuer Treppenanlage): 70.000 Euro
Energieeinsparung/
Nebenkostenersparnis
pro Jahr:
29.000 kWh bzw. gut 1.800 Euro

Thermografie-Aufnahme. Die roten Stellen auf dem Foto zeigen die schlecht gedämmten Stellen des Hauses (z. B. Rollladenkästen und Heizungsnischen). Eine Thermografie wird nachts aufgenommen, damit die Sonneneinstrahlung, die die Außenwände erwärmt, kein “falsches” Bild abliefert. Für eine Thermografie muss es draußen mindestens 5°C kalt sein.

An der Traufseite des Hauses ist die Außenwanddämmung praktisch nicht zu erkennen.

An der Traufseite des Hauses ist die Außenwanddämmung praktisch nicht zu erkennen.

Die Röhren-Kollektoren, die der Erwärmung des Brauchwassers dienen, nehmen ca. fünf Quadratmeter Fläche in Anspruch.

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