Fallbeispiel 7

Neue Wohnlichkeit – Keine unangenehme Strahlungskälte mehr

Das durch die Energiesparmaßnahmen erreichte neue Wohngefühl lässt sich bei diesem Haus von 1935 nur erahnen. Denn die Dämmung steckt im Hohlraum zwischen Außen- und Innenwand. Für Jürgen Dolata ein ganz großer Vorteil, denn so bleibt die ursprüngliche Fassade und damit das Gesicht des Hauses erhalten.

Auf der Suche nach einem auf die Familienbedürfnisse zugeschnittenen Gebäude stießen Dolatas auf ihr “neues altes” Haus. Ein eigener Raum für jedes Familienmitglied und ein großer Garten, das beeinflusste damals die Kaufentscheidung. “Mit einem befreundeten Architekten haben wir vorab schon grob geprüft, was man in dem Haus machen muss, um es energietechnisch auf Vordermann zu bringen”, berichtet Jürgen Dolata.

Er erinnert sich, dass schließlich mehrere Gründe ausschlaggebend für den Kontakt mit dem KlimaTisch waren. “Zum einen meine ohnehin vorhandenen Verbindungen zur Verbraucher-Zentrale. Zum anderen waren es Berichte in der Tageszeitung. Und dann fiel mir irgendwann noch eine Broschüre von der Stadt in die Hände. Auf diesem Weg kamen wir schließlich zur Energieberatung und zu dem Energiegutachten, in dem alle Ist-Werte des Hauses aufgeschlüsselt und sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen wurden.”

Volle Zuschüsse nur bei Komplettsanierung
Den Hinweis, dass bei einer umfassenden Sanierung die Zuschüsse voll ausgeschöpft werden können, nahmen Jürgen Dolata und seine Frau Gabriele zum Anlass, von Anfang an so viel wie möglich von den für ihr Haus ermittelten Energieeinsparvorschlägen umzusetzen. “Weil wir uns für eine Komplettmaßnahme entschieden haben, konnten wir neben den kommunalen Zuschüssen auch noch ein zinsfreies Darlehen vom Wohnungsförderungsamt des Landes NRW beantragen”, berichtet der Musiklehrer.

Ursprünglich war das 1935 erbaute Haus für zwei Familien gedacht und deshalb auch mit Etagenheizung ausgestattet. “Jetzt haben wir eine Brennwerttherme für das ganze Gebäude.” Die alten einfach verglasten Fenster wichen neuen Wärmeschutzfenstern. Und die Hohlwände des Hauses, nach verschiedenen Probemessungen zwischen sechs und acht Zentimeter groß, wurden mit speziell aufbereitetem Vulkangestein gedämmt, das als Schüttung eingeblasen wurde. 12 bis 14 Kubikmeter wurden als Bedarf ermittelt. “Benötigt haben wir dann aber 20 Kubikmeter. Da war der Hohlraum an einigen Stellen wohl doch größer”, erzählt er schmunzelnd.

Mindestens genauso wichtig wie die Energieeinsparung und wichtiger als die finanziellen Vorteile ist für ihn das neue Wohl- und Wohngefühl, das die Dämmung der Außenwand erzeugt hat. Auch der Fußboden hat durch eingeblasene Papierschnipsel (Isofloc) ein wärmendes Fußbett bekommen. “Anfangs haben wir Sofas und Betten sogar von den Wänden abgerückt, weil die so eine unangenehme Strahlungskälte abgaben. Nach dem Dämmen war das sofort vorbei.” Die Heizung arbeitet bei Dolatas nun natürlich mit einer viel niedrigeren Vorlauftemperatur als vorher. In einem letzten Schritt dämmt die Familie nun das Dach. Eingebaut wird 25 Zentimeter starke Mineralwolle. Den Abschluss zum Innenraum bildet eine Gipsplatte, wie sie üblicherweise beim Trockenbau verwendet wird. Bis zum nächsten Frühjahr soll der neue Wohnraum fertig sein. “Wenn man das selbst macht, dauert es natürlich etwas länger als nur von Profi-Hand. Aber danach haben wir die gesamte Aktion abgeschlossen und bestimmt für viele Jahre Ruhe”, freut sich Jürgen Dolata.

  • Terminkalender

    << Nov 2017 >>
    MDMDFSS
    30 31 1 2 3 4 5
    6 7 8 9 10 11 12
    13 14 15 16 17 18 19
    20 21 22 23 24 25 26
    27 28 29 30 1 2 3
  • Die aktuelle KlimaTischbroschüre

    KlimaTischroschüreIn unseren neuen Klimatisch-Broschüre finden Sie wertvolle Informationen und Tipps, wie sie effizient Energie sparen können.

    Download

Unsere Mitglieder