Fallbeispiel 9

Die Dämmung wird nur einmal bezahlt, Energiekosten immer wieder

Der alte Bauernhof der Eltern ist nach der Sanierung unter Energiespar-Aspekten für Andreas und Silke Voss mit Leonard und Melina zum Traumhaus geworden.

Der alte Hof von Familie Voss ist umgeben von Eichen. Das strahlt Natürlichkeit aus. Und innen, auf der zum Wohnzimmer umfunktionierten Deele, ist es gemütlich. Wie in jedem anderen Raum des zum Wohnhaus gewordenen Bauernhauses. “Hier stand die Tränke”, zeigt Andreas Voss auf eine Stelle hinter dem Sofa. “Und diese Fachwerkwand habe ich nachträglich selbst eingezogen. Das Baumaterial ist das Holz vom alten Schuppen. Wir konnten viele Baustoffe wiederverwenden”, sagt der Familienvater und schließt, wie sich das für einen vorbildlichen Energiesparer gehört, sogleich wieder die Zimmertür zum zur Zeit noch nicht geheizten Flur.

“Dass es hier angenehm warm ist, war nicht immer so”, erzählt Andreas Voss über sein Elternhaus. Der Hof wurde 1840 erbaut. Damals war Energiesparen natürlich noch kein Thema. Mit seiner Familie bewohnte er das Gebäude bereits, als er vom KlimaTisch erfuhr. In seiner Nachbarschaft war ein Haus vorbildlich gedämmt worden. “Das spornte mich an, auch aktiv zu werden.” Nachdem das Energiegutachten für das Haus vorlag, entschloss sich die Familie, als erstes die Außenwand zu dämmen. “Wir haben eine Backsteinhohlwand. Der Platz zwischen beiden Wänden beträgt etwa 10 cm. Den habe ich mit mineralischer Schüttung aufgefüllt. Das Material konnte ich vom Dachboden aus leicht selbst einbringen. Keine zwei Tage hat das gedauert“, berichtet der Hausherr. Auch die Schicht zwischen altem und neuem Fußboden dämmte er mit Perlite. Das sorgt für warme Füße. Ideal auch für die Kinder, die noch viel auf dem Boden spielen.

Oberhalb der bereits vor der Sanierung neu eingesetzten Fenster erhielten die Rollladenkästen eine zusätzliche Dämmplatte. “Das ist auch in vielen Neubauten eine unbeachtete Kältebrücke”, weiß Voss. Die Zimmerdecken hat er in Eigenarbeit mit einer 20 Zentimeter starken Dämmung aus Mineralwolle versehen, die dann mit einer Holzverschalung zum Innenraum hin abgedeckt wurde. Weil sein Haus sehr groß ist, war das für ihn preiswerter durchzuführen, als das gesamte Dach zu dämmen. “Das kann ich immer noch machen, wenn ich mehr Wohnraum schaffen will”, sagt er.

Insgesamt rund 5.500 € hat Familie Voss für die verwendeten Baustoffe bezahlt. Die Stadt honorierte seine Arbeit mit einem Zuschuss von ca. 2.000 €. Das rechnet sich für die junge Familie auf alle Fälle. “Denn Dämmkosten”, sagt Andreas Voss, “bezahlt man nur einmal, Energiekosten immer wieder.” Seine Frau Silke ergänzt: “Wir haben sofort gemerkt, dass sich die Situation verändert hat. Wir müssen die Heizungsventile längst nicht mehr so weit aufdrehen wie früher, um es mollig warm zu haben.”

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