Oldtimer sanieren

 - mit dem städtischen Altbauförderprogramm 

In Gütersloh gibt es immer noch weit über 10.000 Häuser, die modernen Ansprüchen an eine sparsame und umweltschonende Heizung und Warmwasserversorgung sowie an eine effektive Wärmedämmung nicht gerecht werden. So wird leider viel zu viel Energie für Raumwärme und Warmwasserbereitung “verheizt”. Das hat Belastungen unseres Klimas durch Kohlenstoffdioxid (Treibhauseffekt) zur Folge und führt auch zu unnötigen Kosten, die Hauseigentümer oder Mieter tragen müssen. Die Nebenkosten sind nämlich häufig kein Pappenstiel und mit der Wärmedämmung und einer zeitgemäßen Heizungsanlage lassen sich die Heizkosten deutlich absenken und oftmals halbieren.

„Wenn es durch die Fenster zieht wie Hechtsuppe, wenn die Außenwände kalt abstrahlen, wenn der Fußboden viel zu kalt ist oder wenn die Nebenkosten viel zu hoch sind, dann sollte über Verbesserungsmöglichkeiten nachgedacht werden,“ sagt Energieberater Bernd Ellger, der jeden ersten Donnerstag im Monat für Beratungsgespräche zu allen Energiethemen zur Verfügung steht (Anmeldungen: Tel. 0163 – 8184270). Informieren Sie sich, ob, wann und warum Sie Ihr Haus modernisieren sollten und was bei der Gebäudesanierung zu beachten ist. Nutzen Sie Ihre Chancen – wie andere Gebäudeeigentümer auch – und machen Sie, ggf. auch mithilfe von Förderungen das eigene Haus fit für die Zukunft. Ein nicht unwichtiger Punkt nebenbei: Gebäudesanierungen entlasten ganz entscheidend unsere Umwelt und sind ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Klimaschutzziele für Gütersloh zu erreichen.

Altbausanierung_zahlt_sich_aus-1Das aktuelle Gütersloher Altbauförderprogramm hat zum Ziel, Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu vermindern. Auch soll es im Gebäudebestand dazu führen, den Schutz gegen Hitzeeintrag im Sommer zu verbessern, den Immobilienwert zu steigern und die Wohnqualität und Behaglichkeit in den Wohnungen zu erhöhen. Ergänzend dazu haben Altbausanierungen auch noch positive wirtschaftliche Effekte.

Aus den genannten Gründen sind für das Gütersloher Altbauförderprogramm städtische Fördermittel bereitgestellt worden, von denen zurzeit noch 30.000 € für das Jahr 2017 zur Verfügung stehen. Eine wichtige Neuerung im Förderprogramm ist das Gebäudealter. Förderfähig sind Gebäude, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde. Die Gebäude müssen im Stadtgebiet Gütersloh liegen und die Maßnahmen dürfen natürlich vor der Bewilligung nicht begonnen oder durchgeführt sein.

Was haben Immobilienbesitzer vom städtischen Altbauförderprogramm zu erwarten? Andrea Flötotto benennt die Fördersummen: „Bis zu 6.000 € als Zuschuss gibt die Stadt für die Sanierung von Einfamilienhäusern und bis zu 8.000 € sind es bei Zweifamilienhäusern. 500 € kommen bei jeder weiteren Wohneinheit hinzu. Die mögliche Höchstförderung beträgt 11.500 € Euro bei max. neun Wohneinheiten.“ 

EBviera

Von links: Andrea Flötotto, Bernd Schüre,
Bernd Ellger, Klimaschutzmanager Helmut Hentschel

Wichtig ist vor allen Dingen, sich frühzeitig schlau zu machen, ob das Gebäude bzw. die vorgesehenen Maßnahmen überhaupt die Kriterien des Förderprogramms erfüllen. Bernd Schüre sagt dazu: „Um einen Förderantrag stellen zu können, muss eine einzelfallbezogene und qualifizierte Energieberatung vor der Sanierung durchgeführt werden. Dies erfolgt durch die Teilnahme am Programm zur Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW oder durch eine gleichwertige Beratung.“ Und zum Verfahrensablauf ergänzt Bernd Schüre. „Das Förderprogramm bedeutet zwar immer einen gewissen Aufwand, es ist aber nun mal Bedingung, zuerst einen Antrag zu stellen, dann die Bewilligung abzuwarten, um erst danach die Handwerker zu beauftragen und mit den Bauarbeiten anzufangen.“ 

Rufen Sie deshalb immer rechtzeitig an und informieren Sie sich früh genug, ob Ihr Gebäude für eine Förderung anstehender Sanierungsmaßnahmen überhaupt in Frage kommt. Informationen hierzu sowie das Antragsformular, die Förderrichtlinie und ein Informationsfaltblatt erhalten Sie bei Bernd Schüre oder Andrea Flötotto vom städtischen Umweltamt unter der Rufnummer 05241-822089 bzw. 822250. Informationen zum Förderprogramm und anderen Themen bzgl. Klimaschutz und Energie sind auch im Internet unter www.klimaschutz.guetersloh.de zu finden.

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