24. Umweltnewsletter

6. September 2018um 20:04

Klimatisch

 Neuigkeiten in Kürze

Wespenjahr so gut wie vorbei:Diesmal summte und schwirrte es überall, denn das Jahr war perfekt für unsere örtlichen Wespenarten. Die nützlichen Wespen konnten sich sehr gut ausbreiten und fortpflanzen. Manchmal zum Leidwesen der Leute, aber alle können beruhigt sein. Das Wespenjahr geht bald vorbei, demnächst sterben die Völker ab und die Nester werden verlassen. Eine gute Nachricht zum Schluss: es besteht kein Abo auf ein Wespennest!

Fotos: Stadt und Kreis Gütersloh

Eisblockwette: Der Kreis und die Stadt Gütersloh führen im Rahmen des Projektes ALTBAUNEU einen Schätzwettbewerb zum Thema Wärmedämmung durch. Bei der Gütersloher Eisblockwette gibt es attraktive Preise zu gewinnen. Nähere Informationen unter www.klimaschutz.guetersloh.de

Energieaktionstage:Das neue Veranstaltungsfaltblatt ist an den bekannten Stellen wie bei Kreditinstituten und Baumärkten und an öffentlichen Stellen ausgelegt. Aktuelle Angebote hier

„Challenge“ – Wir in Gütersloh verhalten uns umweltfreundlich(er)! Herausforderung Nr. 1: „Mach’s einfach“. Von September bis November verzichten wir auf einen Teil des Abfalls, besonders auf Plastikmüll. Bei Mineralwasser und Fruchtsäften sowie bei Joghurt, Milch und Sahne verzichten wir auf Plastik- und Einweggefäße. Stattdessen nehmen wir Mehrweggefäße aus Glas. Wir verzichten auf Einweg-Plastiktüten zum Verpacken und nehmen statt dessen den Einkaufskorb. Wer macht mit?

Gute Beispiele aus dem Ehrenamt

Freiwillige Hilfe:Ob Bienenkunde, Kochen mit Kindern, Kurse zu Fossilien oder Blumensträußen, viele Freiwillige sind für die Naturschule zur Stelle. Seit vielen Jahren finden viele Projekte im Rahmen der Sommerferienspiele statt. Dafür benötigen wir jedes Jahr neben den offiziellen Beteiligten auch die Freiwilligen, die diese wunderbaren Kurse unterstützen und durchführen. Ein Teil der Freiwilligen macht das seit Jahren, wie z. B. Jeffrey Mitchell oder Renate und Rainer Bethlehem. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese tatkräftige Unterstützung. Neue Ideen und Vorschläge sind erwünscht, ebenso natürlich neue freiwillige und ehrenamtliche Hilfe: www.naturschule.guetersloh.de

Werden Sie Umweltpate!„Wilder“ Müll begegnet uns leider häufig. Der Wunsch, ständig und überall etwas zu konsumieren, hinterlässt seine Spuren: Getränkeverpackungen, Zigarettenschachteln und sogar Einmal-Grills sind zu finden. Dass das ärgerlich und verboten ist und ein Bußgeld drohen kann, interessiert manche Leute nicht. Doch immer mehr Menschen in Gütersloh denken um oder hatten schon immer eine andere Grundhaltung. Neben Müllsammel-Aktionen von Initiativen gibt es in Gütersloh noch die bisher selten genutzte Möglichkeit der Müllpatenschaft. Dabei wird ein kleines Gebiet, wo wir spazieren gehen oder bei der ‚wöchentlichen Runde‘ sowieso vorbei kommen, einfach nebenbei vom Müll am Wegesrand befreit. Der städtische Fachbereich Umweltschutz hilft dabei mit Tipps, aber auch ganz praktisch mit Handschuhen und Greifzange. Damit die Paten während der Müllsammlung versichert sind, wird eine Vereinbarung mit der Stadt geschlossen, die das Sammelgebiet, die Art der Sammlung, einen ungefähren Zeitrahmen und die unkomplizierte Entsorgung regelt. Handschuhe, Greifzange, Warnweste usw. werden von der städtischen Abfallberatung für Haushalte zur Verfügung gestellt. Interesse? Werner Gerdes, Tel. 82 21 22, hilft weiter.

Zahlen – Daten – Fakten

Virtuelles Wasser:Wussten Sie, dass für die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.400 Liter Wasser benötigt werden? Zum Vergleich: ein Kilogramm Schweinefleisch benötigt 5.990 l und Hühnerfleisch 4.330 l pro kg. Milchprodukte, wie Milch (1.020 l), Butter (5.550 l) und Käse (3.180 l), oder auch Schokolade (17.200 l) verbrauchen relativ viel Wasser pro kg bzw. Liter. Obst und Gemüse, wie Apfel, Salatgurken, Kartoffeln und Tomaten verbrauchen hingegen lediglich 820 l, 350 l, 290 l bzw. 210 l pro kg. Bei Bier oder Wein werden für einen Liter des Getränkes 300 l bzw. 870 l benötigt. Es geht also nicht nur um die Gesundheit, wenn zu einem moderaten Fleischkonsum geraten wird, sondern auch um unsere Umwelt. Hinweise zum Wasserverbrauch verschiedener Produkte finden Sie hier

Umweltschutz für junge Leute

Interessiert an Natur und Umwelt?Warum nicht das Hobby zum Beruf machen oder etwas in der Richtung studieren? Der englischsprachige Studiengang Sustainable Agriculture kann in Kleve studiert werden. Neben Grundlagenfächern wie Bodenwissenschaften, Biologie und Biodiversität stehen auch Fächer wie ländliche Entwicklung, Lebensmittelverarbeitung und Ernährung auf dem Programm. Ein Praxis- bzw. Auslandssemester ist fest im Studienverlauf integriert, wodurch dann auch internationale Erfahrungen gesammelt werden. Übrigens liegt Kleve direkt an der holländischen Grenze, so lässt sich auch mal der Bus nach Nimwegen nehmen. Nach insgesamt sieben Semestern habt ihr dann einen Bachelor of Science. Ein weiteres Plus ist, dass der Studiengang auf Englisch zu absolvieren ist: es zieht auch international Menschen an, d.h. ihr lernt interessante Menschen aus Nah und Fern kennen. Weitere Informationen hier

Gütersloher Artenkorb

Bild: Andreas Schäfferling

Gesperberter Krüperhahn, Urheber: Jörg Erich

Die Rauchschwalbe:Das Verbreitungsgebiet der Rauchschwalbe erstreckt sich über ganz Europa, Nordwestafrika sowie die gemäßigten Gebiete Asiens und Nordamerikas. Sie baut ihr Nest vorwiegend in Viehställen, Scheunen, Pferdeställen oder Hofgebäuden. Die Rauchschwalben sind Langstreckenzieher und nur von April bis September in Deutschland anzutreffen. Die europäischen Rauchschwalben überwintern in Mittel- und Südafrika, ihr Brutzeitraum liegt in den Monaten April bis September. Meist kommt es zu zwei Jahresbruten. Die Art jagt Fluginsekten aller Art, v. a. Fliegen und Mücken. Zu den Gefährdungen gehören vor allem der Verlust von Brutmöglichkeiten infolge baulicher Veränderungen und zum Teil auch durch mutwillige Zerstörung der Nester. Auch steht den Vögeln als Folge von Flächenversiegelungen weniger lehmiges Material für den Nestbau zur Verfügung. Im Kreis Gütersloh kommt die Rauchschwalbe noch flächendeckend vor. Der Bestand in Gütersloh liegt bei schätzungsweise 800 Brutpaaren. Die Brutmöglichkeiten an den Hofstellen sollten daher möglichst erhalten bleiben. Das Krüperhuhn: Diese Haustierrasse zählt zur Gruppe der deutschen Landhühner und wurde vor allem im rheinisch-westfälischen Gebiet gezüchtet. Das Krüperhuhn zählt zu den ältesten deutschen Geflügelrassen. Die sehr lebhaften, zutraulichen und wetterfesten Tiere legen im ersten Jahr bereits etwa 150 Eier mit weißer Schale. Besonders an ihnen sind die 7-10 cm kurzen Beine, die ein Gewicht von 1,5-2,0 kg bei den Weibchen und 1,75-2,25 kg bei den Männchen tragen. Krüper gibt es in unterschiedlichen Farbschlägen: schwarz, weiß, gesperbert, schwarz-weiß-gedobbelt, schwarz-gelb-gedobbelt und rebhuhnhalsig. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen hat die Krüper als „stark gefährdet“ eingestuft, denn ihr Bestand lag im Jahr 2013 bei unter 400 Tieren, Tendenz fallend. Durch das Aussterben dieser Art droht ein Genverlust von interessanten Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.

Kurz erklärt – Umweltwissen

Was ist eigentlich besonders an Leguminosen?Sie gehören zur Familie der Fabaceae, eine der artenreichsten Pflanzenfamilien. Die Wurzeln der Leguminosen, wozu z. B. Bohnen, Linsen oder Kichererbsen gehören, sind in der Lage, eine Symbiose mit Bakterien einzugehen, die Stickstoff aus der Luft fixieren können. So erübrigt sich eine Stickstoffdüngung, zudem steht der Stickstoff auch nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung. Die Gefahr einer Überdüngung mit Stickstoff ist geringer, er gelangt auch nicht so leicht ins Grundwasser. Deshalb spielen Leguminosen in der ökologischen Landwirtschaft eine große Rolle. Zudem brechen Leguminosen mit ihren verzweigten Seitenwurzeln vorhandene Bodenverdichtungen auf. Nicht nur für die Umwelt sind Legu-minosen von Bedeutung, auch für uns Menschen spielen sie eine wichtige Rolle: Hülsenfrüchte sind sehr gesund, sie enthalten viel Eiweiß und Ballaststoffe und sind für die Ernährung äußerst wichtig.

Über den Tellerrand geschaut

Urbane Landwirtschaft:Die Bevölkerung weltweit wächst, gleichzeitig zieht es immer mehr Leute in die Städte. Um Transportwege zu verkürzen, aber auch weil landwirtschaftliche Flächen immer knap-per werden, werden dem sogenannten urban farming immer mehr Chancen zugerechnet. Es wird auf Dächern und in Kleingärten angebaut, aber auch vertikale Landwirtschaft gehört dazu, wo platzsparend übereinander angebaut wird. Geschätzt wird die lokale Lebensmittelherstellung, weil die Menschen wissen, woher das Essen kommt und was drin ist. In großen Städten wie Berlin wird Obst und Gemüse teilweise schon direkt in den Cafés und Restaurants angebaut.

Zahlen – Daten – Fakten

Anpassung an die Folgen des Klimawandels:Im Juli 2018 wurde der Bericht zur Anpassung an die Fol-gen des Klimawandels in der Stadt Gütersloh vorgelegt. Enthalten sind: Rahmenbedingungen in Gütersloh, allgemeiner und regionaler Kenntnisstand zum Klimawandel, Aufgaben der Stadtentwässerung im Hochwasserschutz, Stadtgrün, Stadtentwicklung + Bauen, Katastrophenschutz, Gesundheit + Erholung, Land- + Forstwirtschaft, Handlungsbezüge zur Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, Übersichten mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen. Der Bericht konzentriert sich auf die aus heutiger Sicht relevanten Aspekte für das Gütersloher Stadtgebiet. Der Bericht ist hier zu finden.

Termine + Veranstaltungen

Faire Woche Gütersloh:Zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gehören u. a. auch Menschenwürdige Arbeit, Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. Auch Gütersloh gehört zu den „Fairtrade Städten“ und will sich für solche Ziele einsetzen. Mit zahlreichen, interessanten Angeboten rund um das Thema Fairer Handel startet das Programm bereits Anfang September. Mehr: www.fairtrade.guetersloh.de

Energieberatung:Am 11. Oktober (14-17 Uhr) und 8. November (14-20 Uhr) finden kostenlose und anbieterneutrale Beratungsgespräche statt. Themen sind u. a. Wärmedämmung, Heizungssanierung oder Stromsparen. Terminvereinbarungen bei Bernd Ellger unter Tel. 01 63 – 8 18 42 70, Ort: Rathaus III, Friedrich-Ebert-Straße 54

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Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh

Internet: www.umwelt.guetersloh.deFacebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz

Ansprechpersonen und Redaktion: Andrea Flötotto bzw. Bernd Schüre, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 bzw. 82 20 89

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.debzw. bernd.schuere@guetersloh.de

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