25. Umweltnewsletter

1. Dezember 2018um 10:04

Klimatisch

 

Gelesen – Gehört – Gesehen

Gütersloher KlimaTisch: Unter dem Titel „Bauen mit Zukunft: Modernisieren, Optimieren, Investieren“ ist eine neue Broschüre des Gütersloher KlimaTisches erstellt worden. Sie zeigt vorbildliche Sanierungsbeispiele aus Gütersloh, befasst sich mit der Passivhaus-Bauweise und fortschrittlichen Technologien und enthält Informationsmöglichkeiten und Beratungsangebote.
Weitere Hinweise: https://www.klimatisch.de/ 

Gütersloher Artenkorb

Die Dohle: Dohlen zählen zu den intelligentesten heimischen Vogelarten. Sie bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu und entfernen sich selten weit voneinander. Sind ausreichend Nistplätze vorhanden, bildet die Dohle sogenannte Brutkolonien, in denen oft zweistellige Zahlen an Brutpaaren vorkommen. Gegen Artgenossen werden nur die Nestnische und deren unmittelbare Umgebung verteidigt. Die meisten Dohlen leben heute in unseren Städten und Dörfern. Als Höhlenbrüter nisten sie in Gebäudenischen und Mauerlöchern, Kirchtürmen, Dachstühlen und Schornsteinen. Aber auch Baumhöhlen in alten Parkbäumen und alte Schwarzspecht-Höhlen in Wäldern werden gerne genutzt. Dohlen sind Allesfresser und leben hauptsächlich von Samen und Insekten, z. B. Engerlingen. Bei in Städten lebenden Dohlen stehen auch Siedlungsabfälle ganz oben auf dem Speiseplan. Im April bis Mai werden in der Regel vier bis sechs Eier gelegt. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Elternteile um die Jungen. Neben der Reduktion des Pestizideinsatzes kann den Dohlen durch das Anbringen künstlicher Nisthilfen an Gebäuden und Kirchtürmen geholfen werden.  

Fotos: Andreas Schäfferling, Stadt Gütersloh, Bernhard Walter

Der Feldsperling: Der Feldsperling ist stark an Offenlandschaften mit landwirtschaftlicher Nutzung gebunden. Er lebt in bewaldeten Regionen, Waldrändern, Hecken, Alleen und im Randbereich von Siedlungen. Der gesellige Feldsperling brütet in Gehölzen, Obstgärten, Alleen und Gärten in der Nähe von landwirtschaftlichen Nutzflächen oder Siedlungen. Die Nester befinden sich in Baumhöhlen oder Mauernischen. In Mitteleuropa beginnt die Brutperiode ab Mitte April bis Anfang Mai. Die Nahrung des Feldsperlings besteht hauptsächlich aus Samen von Gräsern, Kräutern und Getreide, die Jungen benötigen auch tierisches Eiweiß. Auch Beeren und Knospen dienen als Nahrung. Eine Gefährdungsursache für den Bestand des Feldsperlings liegt in der Intensivierung der Landwirtschaft, die kaum noch Erntereste hinterlässt, wodurch eine wichtige Nahrungsgrundlage entfällt. Entscheidend für eine Verbesserung der Bestandssituation dürfte eine Verbesserung der ganzjährig zur Verfügung stehenden Nahrungsressourcen sein. Auch können lokale Vorkommen durch entsprechende Fütterung geschützt werden. Um dem Brutplatzmangel entgegenzuwirken, können geeignete Nistkästen angebracht werden.

Angesurft + Angeklickt

Online-Second-Hand: Oft sind Kleider noch unversehrt und könnten aufgetragen werden, man selbst hat aber keine Verwendung mehr dafür. Andere suchen vielleicht nach einem günstigen Kleidungsstück. Dieser Austausch findet auf der Seite www.kleiderkreisel.de statt. Dort kann Kleidung angeboten oder Second-Hand-Kleidung günstig erworben werden. 

Tipps + Tricks

Nistkästen reinigen: Wir können Vogelnistkästen im Herbst reinigen, d. h. die alten Nester zusam-men mit den Parasiten, wie Milben oder Flöhe, entfernen. So steht im nächsten Jahr ein sauberer Kasten zur Verfügung. Aber vorher bitte anklopfen, damit andere Hausinteressierte wie Hasel- oder Waldmäuse sich rechtzeitig entfernen können. Übrigens nutzen viele nützliche, darunter auch geschützte Tiere, die Nistkästen als Winterquartier. Dazu gehören z. B. Florfliegen, Hummelköniginnen oder manchmal auch Fledermäuse. Das dürfen sie aber ruhig. Und wenn im Zuge der Reinigungsaktion noch neue Nistkästen hinzukommen, werden es uns die Tiere danken. Artenvielfalt ist überlebenswichtig – Vieles lässt sich im Garten tun: Nistmöglichkeiten und Kleinlebensräume in unseren Gärten zu schaffen, ist nicht nur sehr hilfreich für die Vogelwelt, sondern auch für Kleintiere wie Igel oder Eidechsen sowie für Insekten (Wildbienen, Schmetterlinge usw.). Einige Nistkästen im Garten für Vögel und Wildbienen anzubringen, das ist sinnvoll. Weiter gehören entsprechende Nahrungspflanzen dazu, wie Gehölze (z. B. Holunder, Kornelkirsche, Schlehe) und eine artenreiche Auswahl an Blumen, Kräutern und Stauden, die Pollen und Sämereien liefern. Und dann gilt noch: kein übertriebener Ordnungssinn! Nicht ständig „alle Unkrauthalme rauszuppen und rausschnippeln“ und nicht ständig Rasen mähen, vielleicht sogar besser einen Wildrasen oder eine Blumenwiese anlegen. Ein Laub- oder Reisighaufen, eine kleine Brennnes-selinsel, auch ein paar Steine und etwas Holz in einer Gartenecke, alle diese Kleinbiotope bieten Lebensraum und sind Beiträge zur Artenvielfalt. Einfach mal ausprobieren, das ist die Devise. 

Fotos:Bernd Schüre

Termine + Veranstaltungen

Gut beraten in Sachen Energie: Am 6. Dezember von 14.30-17.30 steht Energieberater Bernd Ellger für kostenlose, halbstündige Gespräche bereit: Voranmeldung unter Tel. 0163 818 42 70 Kleinvieh macht auch Mist: Ebenfalls am 6. Dezember (17:30-19:00 Uhr) gibt es einen Vortrag mit Gesprächsrunde zum Thema „Dämmen – Was lohnt sich? – Einfach Energie sparen“. Bei Keksen und Tee informiert die Architektin und Energieberaterin Brigitte Topmöller. Nur mit Voranmeldung: Umweltamt Gütersloh, Bernd Schüre, Tel. 05241 82 20 89

Vorbildlich sanierte Häuser – Gütersloher Altbau-Preis: Der Gütersloher KlimaTisch zeichnet vor-bildliche energetische Altbausanierungen von Wohngebäuden in Gütersloh und Verl aus. Das Preisgeld beträgt 2.000 € für die Gruppe der Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 2.000 € für die Rubrik Mehrfamilienhäuser. Abgabefrist für den Wettbewerb ist der 28. Februar 2019. Die Wettbewerbsunterlagen sind unter https://www.klimatisch.de/ als Download erhältlich. Weitere Informationen: Bernd Schüre, Tel. 05241 82 20 89 Thermografie plus Energieberatung: Eine Aktion mit verschiedenen Kooperationspartnern (Kreis Gütersloh / ALTBAUNEU, Stadt Gütersloh, Kreishandwerkerschaft Gütersloh und Haus & Grund OWL) zur Vorbereitung von energetischen Gebäudesanierungen. Anmeldungen bis 31. Januar 2019; weitere Hinweise unter www.alt-bau-neu.de oder Tel. 0521 55 77 21 20.  

Klimawandel + Klimaanpassung

Betrifft uns der Klimawandel? Der Klimawandel ist auch in unserer Region, der westfälischen Bucht, angekommen. Dies lässt sich an konkreten Entwicklungen bzw. Daten ablesen: So hat sich seit 1981 die Jahresmitteltemperatur um 0,5-0,8 Grad Celsius erhöht, die Anzahl heißer Tage hat um 3-4 Tage zugenommen, die der Eistage um bis zu zehn Tage abgenommen. Es gab extreme Unwetter in den letzten Jahren mit Starkregen, Sturm und Hagel oder auch Hitzeperioden, auch hier bei uns im Raum Gütersloh. Der Orkan Kyrill aus 2007 ist den meisten Leuten sicherlich noch in Erinnerung. Beim schweren Unwetter in Münster in 2014 wird gar von einem Jahrhundertereignis gesprochen. Das Sturmtief Friederike im Januar 2018 hat unsere Region – wegen aufgeweichter Böden – ebenfalls stark getroffen, mit vielen Schäden durch entwurzelte und umgestürzte Bäume. Im Juni und Juli 2013 gab es in Gütersloh zwei extrem intensive Hagelstürme mit zeitgleichen Starkregen, die Folgen waren im-mens: entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, durch taubeneigroße Hagelkörner zerstörte Fassaden und Dächer, überschwemmte Straßen und Grundstücke, vollgelaufene Keller. Der Klimawandel ist also angekommen und daran muss sich auch Gütersloh anpassen! Im Auftrag des städtischen Umweltausschusses hat die Verwaltung im Juli 2018 einen „Bericht zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Stadt Gütersloh“ vorgelegt. Enthalten sind darin: die Rahmenbedingungen in Gütersloh, der allgemeine und regionaler Kenntnisstand zum Klimawandel, die Aufgaben der Stadtentwässerung im Hochwasserschutz, Informationen zu Stadtgrün, Stadtentwicklung und Bauen, Katastrophenschutz, Gesundheit und Erholung, Land- und Forstwirtschaft, die Handlungsbezüge zur Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation sowie Übersichten mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen. Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf eine umfassende Darstellung der Problematik, sondern konzentriert sich auf die aus heutiger Sicht relevanten Aspekte für das Gütersloher Stadtgebiet. Der Anpassungsbericht ist hier zu finden.

Fotos: Stadt Gütersloh

Gütersloh von oben:

Gütersloh vom Funkturm aus gesehen, das sieht doch schön aus: Kirchtürme, viel Grün bzw. Baumbestand, zum Teil auch PV- und Windkraftanlagen. Was fehlt, das ist Vegetation auf der meist sehr kargen Dachlandschaft. Warum gibt es nicht mehr attraktive Dachbegrünung? Diese ist nicht nur optisch schön, sondern zudem ökologisch sehr wertvoll; ebenso gehört sie neben der Fassadenbegrünung zu den wichtigen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (Stichwörter: Regenwasserrückhaltung, Temperaturausgleich, Filterwirkung usw.). Dachbegrünung lässt sich sogar begehbar gestalten, dann können Beschäftigte, Gäste oder Bewohner den zusätzlichen Raum auf dem Dach nutzen. Sehr schön geeignet ist ein begehbares Dach beispielsweise auf einem Hotel oder Bürogebäude. 

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Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh

Internet: www.umwelt.guetersloh.de

Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz

Ansprechpersonen und Redaktion: Andrea Flötotto bzw. Bernd Schüre, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 bzw. 82 20 89

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.debzw. bernd.schuere@guetersloh.de

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