26. Umweltnewsletter

Umwelttipps

Apfel essen trotz Allergie? Das ist möglich. Viele alte Apfelsorten sind, im Gegensatz zu den üblichen Supermarktsorten, oft auch für allergische Personen verträglich. Als besonders verträglich werden zum Beispiel der Rote Boskoop und die Goldparmäne eingestuft. Allerdings reagieren Personen mit einer Apfelallergie sehr unterschiedlich und daher sollte bei ihnen das Probieren von Äpfeln besser vorher mit einem Arzt besprochen werden. Weitere Informationen zu verträglichen Sorten und Studien zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite Infothek-Gesundheit und zu alten Obstsorten in Gütersloh hier.

Nistkästen für Gartenvögel: Es ist noch nicht zu spät, Nistkästen für die beginnende Brutsaison aufzuhängen. In der Brutzeit sollten Bäume und Büsche nicht geschnitten oder gefällt werden, um die Nester freibrütender Vögel nicht zu gefährden. Wie Nistkästen gebaut, aufgehängt und gereinigt werden sowie weitere interessante Informationen finden Sie hier.

Kleinvieh macht auch Mist: Wer noch keine Steckdosenleisten für seine Stand-by-Geräte hat, sollte sich diese zulegen. Dadurch können Stand-by-Geräte ganz einfach komplett ausgeschaltet werden. So lässt sich Strom und Geld sparen. Weitere Energiespartipps finden Sie hier.

Fotos v.l.: Dr. Jürgen Albrecht, Markus Hagenlocher(2),Bernd Schüre

Gelesen – Gehört – Gesehen

Grüne Gebäude Gütersloh: Die Stadt Gütersloh hat ein Förderprogramm zur Fassaden- und Dachbegrünung aufgelegt, das am 1. April 2019 startet. Auf Bildern aus Gütersloh von oben gesehen, da sieht Gütersloh schön aus: Kirchtürme, viel Grün bzw. Baumbestand, zum Teil auch PV- und Windkraftanlagen. Was fehlt, das ist Vegetation auf der meist sehr kargen Dachlandschaft und an den oft noch kahlen Fassaden. Warum gibt es nicht mehr attraktive Fassaden- und Dachbegrünung? Beides ist nicht nur optisch schön, sondern zudem ökologisch sehr wertvoll; grüne Fassaden und Gründächer gehören zu den wichtigen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (Stichwörter: Regenwasserrückhaltung, Temperaturausgleich, Filterwirkung usw.). Über die Kriterien des neuen Förderprogramms Grüne Gebäude Gütersloh informieren Gabriele Knabe (Fachbereich Grünflächen, Tel. 05241 – 82 35 04) und Bernd Schüre (Fachbereich Umweltschutz, Tel. 05241 – 82 20 89). Schön geeignet ist ein begehbares Dach beispielsweise auf einem Hotel oder Bürogebäude.

Fotos v.l. Larissa Siepmann, Bernd Schüre (2), Daniela Tomann

Umweltschutz für junge Leute

Spaß beim Naturschutz? Der Jugendverband NAJU kümmert sich um Natur- und Umweltschutz. Es werden Kinder- und Jugendgruppen, aber auch Kampagnen und Diskussionen rund um den Naturschutz angeboten. Jedes Jahr im Sommer gibt es außerdem Freizeiten, bei denen jungen Menschen die Natur näher gebracht wird. So können Kinder zwischen sechs und 14 Jahren in den Sommerferien z. B. eine Woche bei einer Biobauernhof-Freizeit verbringen. Auf Jugendfreizeiten für Jugendliche ab 14 Jahren können Kanu- und Segeltouren und vieles mehr unternommen werden. Außerdem wird für Jugendliche ein Jugendumweltfestival angeboten. Der Mindestjahresbeitrag für die Mitgliedschaft beträgt für Kinder bis 13 Jahre 18 €, für Jugendliche beträgt er 24 €. Von diesem Beitrag werden die verschiedenen Projekte der NAJU unterstützt und möglich gemacht. Weitere Hinweise: www.naju.de

Fotos v.l.: Dr. Jürgen Albrecht, Bernd Schüre, Delia Pörtner

Kurz erklärt – Umweltwissen

Was sind Frühblüher? Frühblüher sind Pflanzen, die frühzeitig im Jahr erblühen. Durch Energiespeicher, z. B. in ihren Knollen und Zwiebeln, überstehen sie den langen Winter. Somit können die Pflanzen trotz Sonnenlichtmangel Triebe, Blüten und Blätter sprießen lassen. Frühblüher, die in Bodennähe überwintern, nutzen das Laub des vergangenen Herbstes, um sich vor Kälte zu schützen. Jene, die an Waldrändern wachsen, müssen früh mit der Blütenbildung beginnen, da sie sonst im Schatten der belaubten Bäume nicht genug Licht für die Fotosynthese und somit für die weitere Entwicklung und Fortpflanzung aufnehmen können. Frühblüher sind nicht nur Zwiebelpflanzen, sie sind auch als Stauden oder Gehölze zu finden. Die Pflanzen, die oft schon ab Mitte Februar blühen, bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten im Frühling. Dies gilt ganz besonders für Bienen, die ihre Völker aufbauen müssen. Es lohnt sich also, Frühblüher im eigenen Garten zu pflanzen. Zu den wichtigen Pflanzen für Insekten gehören z. B. „Zwiebelbumen“ wie Krokus, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthe, Stauden wie Küchenschelle, Lungenkraut und Primel sowie Gehölze wie Hasel, Kornelkirsche und Schlehe. Weitere Informationen zur naturnahen Gartengestaltung finden Sie hier.  

Kaufen – Tauschen – Verschenken

Flohmarkt ist altmodisch? – Falsch! Ein hochaktuelles Thema ist die Abfallvermeidung, denn wir Deutschen schmeißen zu viel weg. Das Tauschen, Kaufen und Verschenken ist höchst umweltschonend und meistens auch kostengünstiger, egal ob ausgedientes Kinderspielzeug oder die alten Holzmöbel von Opa. Analog und digital bietet der Flohmarkt immer wieder die Chance, seine alten Schätze wegzugeben. Gut bewährt, vielen bereits bekannt und dazu noch vielseitig: Auf der Seite von Radio Gütersloh gibt es das Onlineportal mit dem „Flohmarkt für den Kreis Gütersloh“.

Lebendige Gärten

Gemüse + Stauden: Vorträge von Dr. Heidi Lorey zu „Gemüse zurück in den Garten“ am 5. März und Tanja Minardo zu „Staudenpflanzungen“ am 26. März. Der Eintritt kostet jeweils 5 €, die Vorträge finden jeweils von 19.30-21.00 Uhr im VHS-Haus in Gütersloh (Hohenzollernstraße 54, Raum 15) statt. Alle Termine zur VHS-Reihe Lebendige Gärten finden Sie hier.

Zahlen – Daten – Fakten

Groß und Klein in OWL: Im Frühling sind oftmals die schnatternden Rufe der Kraniche zu hören. In der bekannten Keilformation fliegen sie aus ihrem Überwinterungsgebiet zu ihrem Brutgebiet über OWL hinweg. Der Kranich kann eine Größe von 130 cm erreichen und gehört somit, was die Körpergröße betrifft, zu den größten Vögeln Deutschlands. Bei der Flügelspannweite unterliegt er nur knapp dem Seeadler. Auch in OWL heimisch ist der Zaunkönig. Er wiegt nur etwa neun Gramm, ist aber für seinen lauten Gesang bekannt. Während der Kranich leicht zu entdecken ist, muss beim Zaunkönig genauer hingeschaut werden. Kunstvoll geflochtene Nester können ein erster Hinweis sein, dass er sich in der Nähe befindet.

Fotos (von links): Delia Pörtner, Andreas Schäfferling, Burkhard Thiesmeier

Gütersloher Artenkorb

Der Bergmolch: Im Frühjahr beginnt die Paarungszeit der Bergmolche. Die Männchen entwickeln in dieser Zeit eine intensive Färbung. Der Bauch ist gelborange bis rot, der Rücken blau gefärbt. Die Seiten sind schwarzweiß gefleckt. Erst gegen Ende Mai, wenn sie die Laichgewässer verlassen, nehmen sie ihre Landtracht wieder an. In dieser ist der Bauch weniger intensiv orange gefärbt und die Rückenfärbung ist sehr dunkel. Weibchen weisen eine marmorierte Färbung auf, die dunkelgrau-braun-grünlich ist. Sie können bis zu 250 Eier legen. Die Larven brauchen etwa vier bis fünf Monate im Wasser, um die Metamorphose zu erreichen. Bergmolche dürfen nicht gefangen oder gar getötet werden. Gefährdungen treten vor allem durch den Straßenverkehr auf, wenn die Bergmolche von ihrem Winterquartier zu den Laichgewässern wandern: Gütersloher Artenkorb

Neu aufgelegt

Gewusst wie? Es ist so einfach, Insekten zurück in den Garten zu locken. Die völlig harmlosen Wildbienen beispielsweise lassen sich wunderbar beim Pollen sammeln auf Blüten und an der Niströhre beobachten. Nur welche Pflanzen sind ökologisch nützlich? Umfassende Pflanzenlisten, Anregungen und Tipps für das Anlegen von naturnahen Gärten enthält die Broschüre „Lebendige Gärten in Gütersloh“. Sie wurde für die lokale Verwendung in Gütersloh erstellt und ist erhältlich bei der Umweltberatung Gütersloh: Gisela Kuhlmann und Beate Gahlmann, 05241-822088 oder per E-Mail: gisela.kuhlmann@guetersloh.de und beate.gahlmann@guetersloh.de 

Termine + Veranstaltungen

Kostenlose Energieberatung: In persönlichen Beratungsterminen erhalten Sie Tipps zu Maßnahmen zur Energieeinsparung in Wohngebäuden. Energieberater Bernd Ellger berät Sie anbieterneutral und kostenlos in den Räumen des Fachbereiches Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54.

Halbstündige Termine ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 01 63 – 8 18 42 70, nächste Termine: 07.03 + 04.04. + 09.05. + 06.06.2019, jeweils von 14-20 Uhr

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Impressum 

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Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh

Internet: www.umwelt.guetersloh.de

Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz

Ansprechpersonen und Redaktion: Andrea Flötotto bzw. Bernd Schüre, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 bzw. 82 20 89

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.debzw. bernd.schuere@guetersloh.de

 

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