27. Umweltnewsletter

29. Mai 2019um 23:28

Klimatisch

Umwelttipps

Katzen und Singvögel – Geht beides? Hauskatzen sind in vielen Siedlungen der häufigste Beutegreifer und zahlreicher vertreten als alle anderen Beutegreifer zusammen. Sie erbeuten jedoch überwiegend leicht erreichbare und selten bestandsgefährdete Tiere. Wesentlich wichtiger sind naturnahe Lebensräume mit Nahrungsangeboten und guten Versteck- und Nistmöglichkeiten für Kleintiere. Kater sollten kastriert werden, die Männchen streunen dann weniger umher. Das Sterilisieren von Katzenweibchen verhindert zu viele Nachkommen. Wenn brütende oder fütternde Vögel draußen warnen und wenn ausgeflogene Jungvögel zu beobachten sind, dann lassen wir die Katzen besser im Haus. Wer Vögel mag, platziert Vogeltränken und Futterhäuschen katzensicher mit etwa zwei Meter Abstand zu Gebüschen. Nistkästen sollten besser mindestens zwei Meter hoch über dem Boden angebracht bzw. an Fassaden oder an Seitenästen freihängend befestigt werden. Manschetten aus Blech oder Kunststoff sind für Baumstämme gut geeignet. Und das allerwichtigste ist eine naturnahe Gartengestaltung mit dichtem Gebüsch, vielfältigen Lebensräumen mit guten Versteck- und Nistmöglichkeiten für Vögel und andere Kleintiere. „Challenge Nr. 001“ – Wir in Gütersloh verhalten uns umweltfreundlich(er): Spinnen oder andere Kleintiere im Haus, ach du Schreck! Doch Spinnen sind sehr nützlich und helfen dabei, Fliegen, Stechmücken usw. im Haus zu fangen. Wer es nicht mag, eine Spinne im Haus zu haben, muss dann sehr mutig sein: Glas drüber, Papier drunter und raus in den Garten bringen. Auch für manche Leute unangenehme Tiere haben ihren Wert für die Biodiversität. Wer macht mit?

Foto (links): Larissa Siepmann + Fotos (rechts): Bernd Schüre

Gelesen – Gehört – Gesehen

Foto: Dr. Elisabeth Menke

Grüne Gebäude Gütersloh: Die Stadt Gütersloh hat ein Förderprogramm zur Fassaden- und Dachbegrünung aufgelegt, das Anfang April gestartet ist. Die Gebäudebegrünung ist sowohl optisch sehr attraktiv als auchökologisch äußerst wertvoll. Denn grüne Fassaden und Gründächer gehören zu den wichtigen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (Stichwörter: Regenwasserrückhaltung, Temperaturausgleich, Filterwirkung usw.). Außerdem bieten sie Lebensraum, Nahrung und Nistmöglichkeiten für viele Kleintiere, wie z. B. Schmetterlinge, Schwebfliegen, Wildbienen, Libellen oder auch Vögel. Zum Förderprogramm Grüne Gebäude Gütersloh informieren: Gabriele Knabe, Fachbereich Grünflächen, Tel. 05241 – 82 35 04 und Bernd Schüre, Fachbereich Umweltschutz, Tel. 05241 – 82 20 89). Im Internet hier.

Umweltschutz für junge Leute

Wo die wilden Wühler wohnen: Unter diesem Motto besuchte Werner Gerdes von der städtischen Abfallberatung für Haushalte die Gütersloher Kita St. Josef an zwei Tagen. Thema waren dabei die Bodenlebewesen und vor allem ihre Nützlichkeit im Garten. Mit Feuereifer und viel Spaß suchten die Kinder ‚wilde Wühler‘ und erfuhren nach und nach bei der Untersuchung der Tiere so einiges über den ‚Bodybuilder‘ im Boden oder die ‚Ritter‘ im Laub. Kindergärten und Kitas, die ebenfalls Interesse an diesem abfallpädagogischen Angebot haben, wenden sich an: Werner Gerdes, Stadt Gütersloh, Abfallberatung für Haushalte, Tel. 0 52 41 – 82 21 22. Weitere Hinweise zu den möglichen Angeboten: hier. 

Gute Beispiele aus dem Ehrenamt

Umweltpatenschaft wird gut angenommen! Zahlreiche engagierte Personen sind bereits ehrenamtliche Müllpaten. Sie sammeln – in Absprache mit der städtischen Abfallberatung für Haushalte – regelmäßig mit Greifzange und Müllsack auf ihrer ‚eigenen‘ Abfalltour den Müll, den irgendwelche Zeitgenossen achtlos weggeworfen haben. Wer ebenfalls dazu bereit ist, kann sich an Werner Gerdes von der städtischen Abfallberatung (Tel. 0 52 41 – 82 21 22) wenden: „Wir stellen Handschuhe, Greifzange und Sammelsäcke und legen gemeinsam mit den Interessenten die Sammelgebiete fest“. Das ist laut Gerdes deswegen besonders wichtig, damit die Personen in ihrem Sammelgebiet versichert sind, wenn doch mal jemand beim Sammeln stürzt. 

TIPP: Regelmäßige Verbrauchskontrolle spart Ressourcen (Strom, Gas, Wasser) und Geld. 

Fotos (links): Stadt Gütersloh + Fotos (rechts): Bernd Schüre

Gute Beispiele aus Unternehmen

Gütersloh führt einen Coffee-to-go-Pfandbecher ein: Ab sofort gibt es in 24 Gütersloher Geschäften den grünen Mehrweg-Pfandbecher für Kaffee. Die Stadt hat sich für ein CupForCup-Pfandsystem entschieden, das bereits in anderen Orten in Deutschland angeboten wird. Es handelt sich um einen Becher aus Polypropylen, der bis zu 400 Mal verwendbar ist. Die Kaffeetrinker zahlen beim Kauf eines Coffee-to-go einen Euro Pfand, den sie bei der Rückgabe des Bechers zurückerhalten. Das Spülen übernehmen die Geschäfte. Eine genaue Zahl für

Foto: Dr. Elisabeth Menke

Gütersloh gibt es nicht, aber in Deutschland werden stündlich etwa 320.000 Coffee-to go-Becher weggeworfen. Für deren Herstellung werden zehntausende Tonnen Holz und Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser benötigt. Für die Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der eine Kleinstadt versorgt werden könnte. Und was noch dazukommt: diese Becher können nicht recycelt werden. Marion Grages vom städtischen Fachbereich Umweltschutz hat die Einführung des Pfandsystems vorbereitet und hofft auf eine rege Beteiligung aller Coffee-to-go-Kaffeetrinker und -trinkerinnen. 

 

Über den Tellerrand geschaut

Den Urlaub schon geplant? Vielleicht sollten wir auch noch einmal darüber nachdenken, welchen ökologischen Fußabdruck wir mit unserer alljährlichen Urlaubsgestaltung hinterlassen. Muss es eigentlich das Flugzeug oder Auto sein oder lässt sich vielleicht auch der Zug oder Reisebus für die Anreise benutzen? Ist ein Strand in Übersee unerlässlich oder tut es nicht auch einmal der Strand an Nord- oder Ostsee oder eine Campingreise zu einem Badesee? Bei Kreuzfahrten sollte bei der Reederei nachgefragt werden, ob Flüssiggas zumindest in den Häfen für das Kreuzfahrtschiff zum Einsatz kommt. Auch bei Hotels und Ferienwohnungen lassen sich einige Dinge zum Schonen der Umwelt berücksichtigen: Neben der Auswahl des Urlaubquartiers selbst und des Transportmittels dorthin spielt natürlich das eigene Verhalten vor Ort eine große Rolle, z. B. beim Essen und Trinken, bei den Freizeitaktivitäten vor Ort oder hinsichtlich der Umweltbelange bzgl. Konsum, Abfall und Energie. Auf alle Fälle wünschen wir viel Spaß bei der Urlaubsplanung und besonders auch bei der Urlaubsreise bzw. -gestaltung selbst! 

Fotos (links + Mitte): Delia Pörtner;  Foto (rechts): Andreas Schäfferling

Gütersloher Artenkorb

Der Feldsperling: Dieser Vogel kommt in fast allen Regionen Europas und Asiens vom Atlantik bis zum Pazifik vor. Er ist stark an Offenlandschaften mit landwirtschaftlicher Nutzung gebunden und lebt in bewaldeten Regionen, Waldrändern, Hecken, Alleen und im Randbereich von Siedlungen. Der gesellige Feldsperling brütet in Gehölzen, Obstgärten, Alleen und Gärten in der Nähe von landwirtschaftlichen Nutzflächen oder Siedlungen. Die Nester befinden sich unter anderem in Baumhöhlen oder Mauernischen. In Mitteleuropa beginnt die Brutperiode ab Mitte April bis Anfang Mai. Die Nahrung des Feldsperlings besteht hauptsächlich aus Samen von Gräsern, Kräutern und Getreide sowie aus Beeren und Knospen. Eine besondere Gefährdungsursache ist die intensive Landwirtschaft, die kaum noch Erntereste hinterlässt. Von Bedeutung für den Bestandserhalt ist die Verbesserung der ganzjährig zur Verfügung stehenden Nahrungsressourcen. Dem Brutplatzmangel können wir entgegenwirken, indem wir Nistkästen mit einem Fluglochdurchmesser von 27 mm in unserem Garten anbringen. Den Gütersloher Artenkorb finden Sie hier.

Termine + Veranstaltungen

Kostenlose Energieberatung: In persönlichen Beratungsterminen erhalten Sie Tipps zu Maßnahmen zur Energieeinsparung in Wohngebäuden. Energieberater Bernd Ellger berät Sie anbieterneutral und kostenlos in den Räumen des Fachbereiches Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54. Halbstündige Termine nur nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 01 63 – 8 18 42 70.
Nächste Termine: 06.06. + 04.07. + 01.08. + 29.08.2019, jeweils von 14-20 Uhr. 

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Download Teilnahmebedingungen

 

 

Bald folgt die schöne Sommerzeit und mit dem KühlCheck von unserem Energiespar-Ratgeber erhalten Sie einen Überblick, wenn Sie Ihr Kühlgerät durch ein baugleiches Neugerät ersetzen möchten oder wenn Sie ein neues bzw. nicht baugleiches Gerät anschaffen möchten.

Impressum 

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Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh

Internet: www.umwelt.guetersloh.de

Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz

Ansprechpersonen und Redaktion: Andrea Flötotto bzw. Bernd Schüre, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 bzw. 82 20 89

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.debzw. bernd.schuere@guetersloh.de

 

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