31. Umweltnewsletter

 

Neuigkeiten in Kürze

Luftbilder, Solardachkataster und das Telefon ersetzen für Helmut Hentschel und Andrea Flötotto vom Fachbereich Umweltschutz die persönlichen Gespräche und Termine vor Ort

Beratung umgestellt – Telefon statt Ortstermin: Der Fachbereich Umweltschutz hat seine Beratungsangebote umgestellt und macht gute Erfahrungen mit unterstützten Beratungen am Telefon. So kann Klimaschutzbeauftragter Helmut Hentschel mit dem internetgestützten Solardachkataster des Kreises Gütersloh Hauseigentümern schnell eine erste Einschätzung vermitteln, was auf ihrem Dach möglich ist. Am einfachsten geht es, wenn die Interessenten gleichzeitig am Bildschirm sitzen. Mit dem Solardachkataster führt das Gespräch per Telefon dann Schritt für Schritt zu einer Einschätzung der Anlagengröße. Aus dem Geoinformationssystem der Verwaltung steht ihm gleichzeitig ein hoch aufgelöstes Luftbild zur Verfügung. Dachaufbauten, besonders Dachflächenfenster, sind darauf oft besser zu sehen als bei einem Termin vor Ort. Auch die Beratungen für energetische Modernisierung und Heizungsumstellung werden weiter angeboten, nach vorheriger Vereinbarung am Telefon und zu flexiblen Terminen. Termine für die telefonischen Beratungen bei Helmut Hentschel unter 05241 82-2129.

Mulchen hilft bei Wassermangel Ausbleibender Regen macht den Pflanzen zu schaffen, und die für Gütersloh typischen Sandböden trocknen besonders schnell aus: Hier kann das sogenannte Mulchen kleine Wunder vollbringen. Dazu müssen die Beetflächen mit organischem Material abgedeckt werden. Geeignet sind fast alle Pflanzen(-teile), die im Garten anfallen: Rasenschnitt, Laub, Gemüseabfälle, Häckselmaterial …. Ideal ist eine Mischung aus zerkleinertem Laub und Rasenschnitt. Auch gehäckseltes Astmaterial bietet einen wunderbareren Schutz. Zwischen Stauden und Blumen kann es bei Einsatz dieses holzigen Materials allerdings zu einem Stickstoffverlust durch die Umsetzung kommen. Hier sind Hornspäne (Gartenfachmarkt), die dünn um die Pflanzen herum ausgebracht wird, eine geeignete Ergänzung. 

Marion Grages zeigt einen
Eimer mit Mulch

Durch das Mulchen kann der Boden Feuchtigkeit besser halten, die Bodenlebewesen werden gefördert und der Humusgehalt des Bodens steigt. Das alles kommt dem Pflanzenwachstum zu Gute, wohingegen sogenannte Unkräuter in ihrem Wachstum gehemmt werden. Außerdem – der Weg zum Kompostwerk entfällt.
Eine Win-win-Situation. Noch Fragen?
Marion Grages vom Fachbereich Umweltschutz hilft Ihnen weiter: 05241 82-2122. 

Wassertränken für Vögel und Insekten aufstellen

Derzeit sind auch aufgrund der aktuellen Beschränkungen alle Wasserspiele und Brunnen in Gütersloh außer Betrieb: Die Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen fehlt nicht nur uns Menschen. Der Mangel solch großer Wasserstellen, insbesondere während andauernder wärmerer Perioden ohne Niederschlag, hat auch Auswirkungen auf die Tierwelt: wenn kein See oder Fließgewässer in der Nähe ist, fehlt es Vögeln und Insekten an Wasserquellen, denn auch die letzten Pfützen sind dann ausgetrocknet!
Der Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh ruft alle Bürger dazu auf, an geeigneten Stellen Wassertränken aufzustellen, in denen die Vögel baden können und aus denen sie – und auch Insekten – ihr Trinkwasser beziehen können.
Wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, steht dem frischen Nass nichts im Wege:
Vogeltränke:der Rand der Vogeltränke sollte am Rand flach sein, damit sich die Vögel dem Wasser nähern können; der Untergrund der Tränke sollte rau sein, sodass die Vögel nicht rutschen; damit viele verschiedene Vogelarten die Tränke nutzen können, sollte die Tiefe zwischen 2,5 cm und 10 cm liegen.
Hygiene: die Reinigung der Vogeltränke erfolgt mit einer Bürste und kochendem Wasser. Insbesondere bei großer Hitze sollte die Reinigung und der Austausch des Wassers täglich erfolgen; ansonsten besteht die Gefahr, dass die Vögel sich durch die verunreinigte Wasserstelle Krankheiten holen können.
Aufstellort: die Vogeltränke muss an einem sicheren Ort stehen: sie darf nicht in unmittelbarer Nähe zu Büschen stehen und sollte für die Vögel gut einsehbar sein. Wie auch bei dem Aufstellen eines Vogelfutterhäuschens ist dies wichtig, damit die Vögel nicht Beute von sich anschleichenden Katzen werden.
Sandschale: Wer mag, stellt zusätzlich eine flache Schale, gefüllt mit Sand, auf: Vögel baden gerne im Sand, um lästige Parasiten loszuwerden.
Insektentränke: eine Wasserschale, die mit Steinen oder Kies und Moos gefüllt wird, ermöglicht es den, Tieren sicher zu landen und Wasser aufzunehmen; für Kreative gibt es auch die Möglichkeit an einem Stab Muscheln zu befestigen und die Muscheln dann mit Wasser zu füllen; von dem Trend, eine mit Murmeln gefüllte Wasserschale aufzustellen, wird abgeraten: die Murmeln sind viel zu glatt und rutschig und werden bei Sonneneinstrahlung sehr heiß. 

Alarmierender Rückgang der Feldvögel

Großer Brachvogel auf dem
Gütersloher Flugplatz

Auch in der Stadt Gütersloh: Waren Feldvögel einst charakteristisch für landwirtschaftlich genutzte Flächen, so weisen heute ursprüngliche Allerweltsarten wie Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn bundesweit dramatische Rückgänge auf. Ursächlich für diese alarmierende Situation sind der Rückgang des zur Verfügung stehenden Lebensraumes durch die Ausweitung von Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen und Veränderungen in der Landnutzung. Besonders negativ hat sich die Aufgabe der verpflichtenden Flächenstilllegungen im Jahr 2009 erwiesen, welche 10-15 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgemacht haben. Insgesamt weist die Mehrzahl der Feldvogelarten in der Stadt Gütersloh – nach einer aktuellen Untersuchung der Biologischen Station Gütersloh/ Bielefeld e.V. – eine sehr geringe Populationsgröße und eine eingeschränkte Verbreitung auf. Um ein Aussterben der Feldvögel zu verhindern, muss für einzelne Arten eine Konzentration der Maßnahmen auf ihre letzten Brutgebiete Priorität haben! Als Akteure für den Feldvogelschutz stehen besonders Landwirte und Flächenbesitzer (Privatleute, Kirchen, öffentliche Hand) im Fokus. Hier können besonders in den Bereichen Agrarumweltmaßnahmen (Greening) und Vertrags-naturschutz Maßnahmen zur Verbesserung der Situation umgesetzt werden. Der Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh wird seine bisherigen Bemühungen für den Feldvogelschutz zusammen mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e.V. auch im Jahr 2020 weiter fortsetzen. Den Bericht finden Sie hier.

Termine + Veranstaltungen

Bis auf weiteres finden noch keine Termine und Veranstaltungen des Fachbereiches Umweltschutz der Stadt Gütersloh statt. Welche Veranstaltungen in der nächsten Zeit wieder beginnen können, muss nun genau geprüft werden. Zu den Prüfkriterien gehören in erster Linie die Hygienestandards und Abstandregelungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW und des Robert-Koch-Institutes. Bitte verfolgen Sie unsere Pressemitteilungen.

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Fotos: Stadt Gütersloh oder siehe Bildunterschrift 

Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh 

Internet: www.umwelt.guetersloh.de Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz 

Ansprechperson und Redaktion: Andrea Flötotto, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.de 

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