35. Umweltnewsletter

 

 

 

 

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Naturschule Gütersloh wieder in den Ferien aktiv

Beim Besuch im Wald im
Rahmen der Ferienspiele gibt
es für die Mädchen und
Jungen mit allen Sinnen
einiges zu entdecken.

Die „Naturschule Gütersloh“ ist eine Initiative bestehend aus ehrenamtlich Aktiven, Gütersloher Landwirten, Kleintierzüchtern, Naturschützern, verschiedenen Vereinen und der Umweltberatung der Stadt Gütersloh und bietet in den Sommer- und Osterferien in Kooperation mit dem Fachbereich Jugend spannende Kurse für Kinder an. Das Markenzeichen der Naturschule Gütersloh ist dabei „Lernen mit Kopf Herz und Hand“. Hier ein Eindruck aus dem Kurs „Ein Besuch im Wald“: In der Ferne zwitschert ein Vogel, im Gebüsch raschelt es, auf dem Boden sind die Spuren eines Maulwurfs zu sehen und es riecht wunderbar nach Wald: Im Lehrrevier „Mertenshof“ in der Waldschule in Rheda erleben neun Gütersloher Mädchen und Jungen einen erlebnisreichen Besuch im Wald und entdecken ihn mit allen Sinnen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Naturschule. 

Projektförderung durch die Umweltstiftung Gütersloh

Beispiel einer Projektförderung an Schulen/Tageseinrichtungen: 
Was tut sich in den Kinderstuben der Wildbienen? 
Foto: Biologische Station Gütersloh/Bielefeld

Sie haben die Idee zu einem Projekt im Bereich Umwelt- und Naturschutz, wissen aber nicht, ob Sie die finanziellen Mittel dafür aufbringen können? Da hilft Ihnen die Umweltstiftung Gütersloh! Noch bis zum 31.12.2021 können Förderanträge für Projekte, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen, gestellt werden. Die Umweltstiftung fördert Vereine, Verbände, Schulen, Kindergärten, Privatpersonen, Nachbarschaftsinitiativen, die ehrenamtlich Projekte zum Natur- und Umweltschutz oder auch Klimaschutz in der Stadt Gütersloh durchführen wollen. Besonders willkommen sind Projekte von Schulen, Kindertagesstätten und Jugendgruppen, um den nachwachsenden Generationen die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dieser Thematik zu erleichtern. Denkbar sind Projekte in allen Bereichen des Umwelt- und Naturschutzes, wie z.B. das Anlegen von Feuchtbiotopen, das Aufstellen von Nisthilfen aber auch umweltpädagogische Projekte oder Projekte aus dem Bereich Klimaschutz. Die Entscheidung über die Förderung trifft das Kuratorium der Umweltstiftung nach Beratung durch den Beirat Im Frühjahr des kommenden Jahres. Die Förderrichtlinie samt Förderformular sowie zusätzliche Faltblätter werden auf Wunsch gerne zugeschickt. Alle Informationen finden Sie auch in der Rubrik „Förderprojekte der Umweltstiftung“ auf der Internetseite www.umweltstiftung.guetersloh.de. Fachliche Unterstützung erhalten Sie im Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh von Hans-Bernd Hensen. Kontakt unter 05241 82 2084 oder per E-Mail an umweltstiftung@guetersloh.de. 

Fledermäuse bekommen neues Domizil

Ansicht des Rohbaus in der Parsevalsiedlung

Die Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH schafft Ersatzquartiere in der Parsevalsiedlung. Zwergfledermausvorkommen bekommen einen neuen Rückzugsort. Momentan haben sie ein Zuhause in leerstehenden Häusern der Parsevalsiedlung gegenüber dem ehemaligen britischen Flughafen. Weil diese abgerissen werden, war es nötig und auch gesetzlich vorgeschrieben Ersatz zu schaffen. Die Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH hat vier Neubauten in der Art von Tinyhäusern in Auftrag gegeben. Dass die Bauten noch vor dem Abriss fertig werden, ist besonders wichtig, da die Jungtiere vorher bereits flügge sind und sie stressfrei und von selbst in die neue Behausung umziehen sollten. Die seit 1992 über FFH-Richtlinien der Europäischen Union geschützten Arten dürfen auf keinen Fall von hier vertrieben werden. Weitere Informationen finden Sie im Presseportal der Stadt Gütersloh. 

Pflege der Reptiliensandplätze
Auf dem Stadtgebiet der Stadt Gütersloh sind insgesamt vier verschiedene Eidechsenarten (Blindschleichen, Zaun-, Wald,- und Mauereidechse) sowie eine Schlangenart (Schlingnatter) heimisch. Diese Artengruppe hat im letzten Jahrzehnt einen dramatischen Rückgang in Ihren Bestandsgrößen erfahren. Als wechselwarme Tiere benötigen Reptilien offene, sonnige Flächen um sich zu sonnen und Eier abzulegen. Sind diese offenen Flächen in eine strukturreiche Landschaft eingebunden, sind notwendige Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten ebenfalls gegeben. Reptilien sind Jäger, die bevorzugte Beute sind Insekten und Spinnen. Der Populationsrückgang ist auf verschwindende Lebensräume und Nahrungsangebote zurück zu führen. Insbesondere für die Zauneidechse sind verschwindende Lebensräume ein Problem, da die Art sehr standorttreu ist; Experten gehen davon aus, dass sich viele Zauneidechsen ihr gesamtes Leben nicht weiter als 30 Meter von Ihrem Schlupfplatz entfernen. Dies führt schnell zu Verinselungen bestehender Vorkommen, was eine zusätzliche Gefährdung darstellt. (z. B. fehlender DNA-Austausch; kleine Bestände, bei der Verluste einzelner Individuen große Folgen für die verinselte Population hat.) Umso wichtiger ist es, bei bekannte Vorkommen die vorhandenen Lebensräume zu schützen und in der Nähe weitere anzulegen. Deswegen wurden vor fünf Jahren insgesamt zehn Sandplätze auf dem Gütersloher Stadtgebiet für diese Tiere angelegt. Dabei ist die Hoffnung nicht nur, die bestehenden Populationen zu erhalten, sondern diese auch untereinander zu ver-netzen, um eine Verinselung der einzelnen Bestände zu verhindern. Allerdings neigen künstlich angelegte Offenbereiche dazu wieder zuzu-wachsen und somit ihre Funktion für die Reptilien zu verlieren. Um die gewünschte Funktion zu erhalten, wurde im Sommer 2021 mit Frei-willigen aus Gütersloh eine Entbuschung und Entkrautung vorgenommen. Und auch wenn es eine sehr schweißtreibende Arbeit war, ist doch das gute Gefühl entstanden, etwas sinnvolles in Gemeinschaft getan zu haben. Weitere Auskünfte erteilt Carmen Wentingmann, carmen.wentingmann@guetersloh.de, Tel. 05241 82 2089. 

„Aus“ für viele Einwegartikel aus Kunststoff

Wegwerfbecher aus Plastik vermüllen vielerorts die Landschaft und die Meere. Sie dürfen ebenso wie einige andere Artikel aus Einwegkunststoff europaweit ab sofort nicht mehr produziert werden.

Seit dem 3. Juli dürfen bestimmte Einwegkunststoffartikel europaweit nicht mehr produziert werden: Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie To go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essenbehälter aus expandiertem Polystyrol (bekannt als Styropor). Der Handel kann vorhandene Ware allerdings abverkaufen. Verboten werden zudem Wegwerfteller, -becher oder -besteck, aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen. Marion Grages: „Dieses Verbot wird auch unserer Komposttonne zu Gute kommen. Immer wieder betonen wir, dass auch sogenannte kompostierbare Plastiktüten nicht in die Komposttonne gegeben werden dürfen, aber das Thema ist schwer vermittelbar.“ Durch dieses Verbot wird abermals unterstrichen, dass diese Materialien weder im Kompostwerk noch in den Sortieranlagen für den Gelben Sack sinnvoll verwertet werden können. Aufgrund der schlechten Verwertbarkeit wird auch Einweggeschirr aus Pappe verboten, soweit es mit Kunststoff überzogen ist. Die Verordnung leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Vermüllung der Umwelt und dient damit dem Schutz der Meere, in welche große Mengen des Mülls von Land aus über die Flüsse letztlich eingetragen werden. Marion Grages ist froh, dass in Gütersloh bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung unternommen worden ist, „indem wir den grünen Coffee To go-Mehrwegbecher eingeführt haben“. Weitere Auskünfte erteilt Marion Grages, marion.grages@guetersloh.de, Tel. 05241 82 2122. 

Veranstaltungen der Fairen Woche
Spannend! Vom 10.-24.9.2021 findet trotz der Corona-Situation wieder die alljährliche Faire Woche statt. Umso mehr darf man sich auch dieses Jahr auf das bunte und umfangreiche Programm freuen. Die zahlreichen Unterstützer der Fairtrade-Aktivitäten haben auch für 2021 Diverses zum Thema „Fairer Handel – Fair leben“ auf die Beine gestellt. Aufregende Orte wie die Marktschwärmerei und der Weltladen können besucht und kulinarisch erlebt werden, in Friedrichsdorf gibt es einen bunten Flohmarkt. Tolle Gäste darf man auch beim Improtheater mit den Stereotypen aus Bielefeld erwarten. Selbstverständlich werden die geltenden Abstands- / Hygieneregeln stets beachtet. Das vollständige Programm finden Sie unter: www.fairtrade.guetersloh.de. Fragen beantwortet gerne: Leif Pollex, 05241 82 2330, leif.pollex@guetersloh.de. 

Weitere Veranstaltungstipps:
– Gütersloher Klimawoche vom 29. 08. bis 05.09.2021
Kreisweite Energiesparwochen online vom 29.09. bis 03.11.2021
VHS-Reihe „Lebendige Gärten“ 2021/2022 

 

 

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Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh 

Internet: www.umwelt.guetersloh.de Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz 

Ansprechperson und Redaktion: Andrea Flötotto, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 

E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.de 

 

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