Vorhangfassade

Die hinterlüftete Vorhangfassade besteht aus vier Komponenten: der Dämmung, der Unterkonstruktion inklusive Befestigungsmittel, dem Hinterlüftungsraum und der Außenverkleidung – dem Vorhang (siehe Abbildung links). Als Außenverkleidungen kommen viele Materialien in Frage: Metall-, Stein-, Schiefer-, Tonziegel-, Faserzement und Keramikplatten, auch Holzschindeln und -verkleidungen werden häufig verwendet. Die Unterkonstruktion sollte einen möglichst geringen Wärmebrückeneffekt haben. Verwendet werden zum Beispiel schmale Latten oder Metallprofile. Die Kosten hängen sehr stark von der Auswahl der Außenverkleidung ab; pro Quadratmeter muß mit etwa 75 bis 150 € für die Unterkonstruktion und den Vorhang sowie mit 2 € pro Zentimeter Dämmstoffdicke gerechnet werden. Wird die Dämmung während einer ohnehin fälligen Vorhangfassaden-sanierung (Verschmutzung, Bruch) durchgeführt, sind davon etwa 50 bis 80 €/m² Instandhaltungskosten.

Die von einigen Instituten geprüften Vorhangfassaden-Dämmsysteme haben in allen wichtigen Prüfpunkten „gut“ abgeschnitten. Die Dämmschichtdicke bei der Außendämmung sollte zwölf Zentimeter nicht unterschreiten, wenn dies bautechnisch mit vertretbarem Aufwand zu realisieren ist. Für Neubauten sind 16 Zentimeter und mehr zu empfehlen. Zusätzliche Dämmzentimeter kosten nur wenig (um ein bis zwei € je Quadratmeter), bringen aber spürbare Komfortverbesserung, Energieeinsparung und damit auch Umweltentlastung.

Seit Mineralfaser-Dämmstoffe aus Stein- und Glaswolle in die Liste über maximale Arbeitsplatzkonzentrationen gesundheitsschädlicher Stoffe (MAK-Liste) als „krebserzeugende Arbeitsstoffe“ eingestuft worden sind, herrscht Unruhe auf dem Dämmstoffmarkt.
Obwohl sich die Anbieter mit Hinweis auf ihre langjährigen, guten Erfahrungen gegen die Vorwürfe wehren, sind die Verbraucher verunsichert. Allerdings: Probleme kann es nur geben, wenn Fasern in die Atemluft gelangen. Diese Gefahr besteht zwar bei der Verarbeitung, läßt sich aber durch Arbeitsschutzmaßnahmen (Atemschutz und Handschuhe tragen sowie nach der Arbeit Kleidung wechseln und duschen) minimieren. Bei der Außendämmung sind danach keine Probleme mehr zu befürchten, vom späteren Abriss einmal abgesehen.

Auch nach einer sorgfältig ausgeführten Innendämmung, bei der der Dämmstoff anschließend keinen Kontakt mehr zur Innenraumluft hat, müssen sich die Bewohner keine Sorgen um ihre Gesundheit machen.

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