Umweltnewsletter Nr. 34

 

 

 

 

Nachrichten – Tipps – Termine

Amphibien in Gütersloh

Erdkröte Foto: Thorsten Ulonsk

Die häufigsten Amphibienarten in Gütersloh sind neben Erdkröten noch Teichfrösche, Grasfrösche, Teichmolch und Bergmolch. Zwar sind in Gütersloh auch Bergmolche, Fadenmolche und Seefrösche vorhanden, aber eher selten – Informationen zur Bestandserfassungen. Aktuell ist die Wander- und Laichzeit abgeschlossen und die Zeit der Kaulquappen ist im vollen Gange. Dieser spannende Prozess von Kaulquappe zu Frosch fasziniert nicht nur Kinder. Allerdings gibt es immer weniger Lebensraum für Frosch, Kröte und Molch. Zumal Amphibien in ihrem Leben sehr unterschiedliche Biotope benötigen. So findet die Entwicklung der Kaulquappen im Wasser statt. Nach der Umwandlung kommt die Landphase. Amphibien benötigen als erwachsene Tiere Sommer und Winterquartiere, sowie Laichgewässer. Die Sommerquartiere sind vielfach in der Nähe der Laichgewässer. Auch der Gartenteich ist oftmals ein beliebter Laichplatz. Dieser sollte allerdings fischfrei sein, da ansonsten die Überlebenschancen der Kaulquappen sehr gering sind. Während Erdkröten große Wanderungen zwischen Laichplatz und Winterquartier unternehmen, bleiben viele Froscharten (Teichfrosch, Grasfrosch, Seefrosch) teilweise das ganze Jahr über im Laichgewässer und überwintern dort.

Grünfrosch
Foto: Bernhard Walter

Um den heimischen Garten amphibienfreundlich zu gestalten, ist neben einem fischfreien Teich ein strukturreicher, naturnaher Garten wichtig. Laub- und Asthaufen, Heckenstrukturen, Steinhaufen, Beete mit vielfältigen (heimischen) Pflanzen, sonnige und schattige Plätze helfen, dass sich Amphibien im Garten wohlfühlen. Neben dem Straßenverkehr stellen Kellertreppen und Gullys teils tödliche Gefahren dar. Auf der Wanderschaft werden als Zwischenstationen an sonnigen Tagen kühle Räume gesucht, um eine Austrocknung zu verhindern. Einmal eine Kellertreppe runtergefallen oder in den Gully hineingekrochen, kommen die Tiere nicht mehr raus und sterben. Indem Kellereingänge zur Wanderzeit im Frühling bis Sommer verbarrikadiert werden, kann diesem Schicksal entgegengewirkt werden. Hier reicht oftmals auch schon ein Brett mit einer Höhe von 30- 40 cm, so dass der Hausbesitzer den Eingang weiterhin nutzen kann. Alternativ hilft es, im Kellereingang eine schattige, nasse Nische zu schaffen: Ein Brett schräg über einem Untersetzer mit Wasser gestellt kann dem Tier helfen, dort eine kurze Zeit zu überleben. Der Zugang zum Untersetzter sollte mit kleinen Steinen oder Holzleisten gewährleistet sein. Regelmäßiges Kontrollieren des Kellereinganges (je nach Temperatur täglich bis 3x wöchentlich) und ggf. das Heraustragen der Tiere sorgt dafür, keine Frosch-, Kröten- oder Molchlaichen im Kellereingang zu finden.  

Vier Gütersloher Unternehmen erhalten „ÖkoProfit“- Auszeichnung

Nach einem Jahr Projektarbeit haben die 13 teilnehmenden Unternehmen der Kampagne 2020/21 trotz Corona das Energie- und Umweltmanagementprogramm ÖkoProfit erfolgreich durchlaufen und werden nun zertifizierter „ÖkoProfit Betrieb“. Durchgeführt wird ÖkoProfit in der Regiopolregion Bielefeld, organisatorisch geführt durch die Stadt Bielefeld. Aus Gütersloh haben drei Unternehmen teilgenommen: die Kultur Räume Gütersloh, die Modus Consult AG und Wolters GmbH. Rezertifiziert wurde die Maas Natur GmbH. Viele Umweltmaßnahmen wurden identifiziert und umgesetzt. So haben z.B. die Kultur Räume Gütersloh Bienenstöcke für den „Bühnenhonig“ auf den Dächern des Stadttheaters aufstellen lassen, die Wolters GmbH tauscht Pumpen gegen effiziente moderne Modelle aus, Maas Natur GmbH erweitert die Photovoltaikanlagen auf den Dächern und Modus Consult AG plant einen jährlichen Familien- Umwelt-Tag im Hause. Die Einsparungen in den Bereichen Energie, Abfall, Mobilität und Emissionen sind wie in jedem Durchgang ÖkoProfit beträchtlich und werden nun für die ganze Gruppe berechnet und im Sommer bei der Auszeichnungsveranstaltung präsentiert. Die 13 Unternehmen haben deutlich von dem Austausch über die Stadtgrenzen hinweg profitiert und werden das gesponnene Netz auch in Zukunft nutzen. Die nächste ÖkoProfit-Kampagne ist geplant ab Herbst 2021. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort anmelden bei der Projektkoordinatorin Birgit Reher im Umweltamt der Stadt Bielefeld unter birgit.reher@bielefeld.de. ÖKOPROFIT® Bielefeld wird finanziell unterstützt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Fachberatung der Betriebe erfolgte durch die B.A.U.M. Consult GmbH aus Hamm. Weitere Informationen auf der Seite der Stadt Bielefeld. 

„Grüne Gebäude Gütersloh 21+“

Gabriele Knabe
Ansprechpartnerin für das Förderprogramm

Neuerungen machen das Förderprogramm zur Dach- und Fassadenbegrünung jetzt wesentlich attraktiver. Es gibt deutlich höhere Zuschüsse, die Förderobergrenze wurde von 4.000 auf 12.000 Euro angehoben, und eine Förderung ist nun auch für kleine Flächen wie etwa Einzelgaragen oder Geräteschuppen möglich. Weitere Informationen sowie Antragsformular und Richtlinie finden Sie auf der Seite Hausbegrünung.  

Ausgabe von Plastiktaschen im Einzelhandel ab 2022 verboten

Abfallberaterin Marion Grages zeigt Alternativen zur Plastiktüte

In jedem Geschäft eine neue Plastiktüte, um darin die gekaufte Ware nach Hause zu tragen? Diese Zeiten sind vorbei. Das Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten und Mehrweg-Materialien ist allgemein gewachsen. Und auch die Gesetzgebung ändert sich. Weltweit haben bereits 61 Länder die umweltschädlichen Einwegtüten abgeschafft. In Deutschland sind Plastiktragetaschen seit 2016 kostenpflichtig, ihr Verbrauch ist seitdem um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Immer noch werden aber 18 Plastiktüten pro Kopf und Jahr beim Einkaufen benutzt – macht 1,5 Milliarden Stück. Ab Januar 2022 ist die Ausgabe im Einzelhandel verboten. Sind nun Papiertüten und Stoffbeutel grundsätzlich die umweltschonende Alternative? Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stadt Gütersloh. 

Tigerschnegel

Tigerschnegel im Garten Foto: Carmen Wentingmann

Der Tigerschnegel (Limax maximus) gehört zu der Familie der Schnegel und sieht aus wie eine gestreifte oder gefleckte Nacktschnecke. Zwar frisst der Schnegel auch pflanzliche Kost, auf seinem Speiseplan stehen aber auch Nacktschnecken und die Eier der Nacktschnecken. Dies macht den Schnegel für Gärtner/innen zu einem Verbündeten beim Anbauen von Pflanzen. Da das Tier eine ähnliche Lebensweise wie Nacktschnecken hat, hat es auch ähnliche Ansprüche. Als überwiegend nachtaktives Tier benötigt er tagsüber geschützte und feuchte Rückzugsräume, wie Laubhaufen, Steinhaufen, Trockenmauern, Komposthaufen oder andere auffindbare Hohlräume. Tigerschnegel werden mit ca. 1,5 Jahren geschlechtsreif. Sie legen nach einer artistischen Paarung, bei der beide Tiere ineinander verschlungen an einem Schleimfaden hängen, ca. 200-300 glasklare Eier ab. Die Jungtiere sind in den ersten Tagen sehr klein und reinweiß. Nach ca. 1 Woche erscheint die Bänderung. Anders als Wegschnecken werden Tigerschnegel bis zu 5 Jahre alt. 

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Fotos: Stadt Gütersloh oder siehe Bildunterschrift 
Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Straße 54, 33330 Gütersloh
Internet: www.umwelt.guetersloh.de
Facebook: www.facebook.com/pages/Stadt-Gütersloh-Fachbereich-Umweltschutz 
Ansprechperson und Redaktion: Andrea Flötotto, Tel. 0 52 41 – 82 22 50 
E-Mail-Anschriften: andrea.floetotto@guetersloh.de 

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